Hannover, 23.01.2026. Die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen im Windpark Fehrenbötel verzögert sich derzeit aufgrund laufender Maßnahmen zur Verbesserung der Stromnetzanbindung im Umspannwerk Wahlstedt. Dort werden aktuell umfangreiche technische Arbeiten durch den Netzbetreiber durchgeführt. Ein Anschluss der Anlagen an das Stromnetz ist erst nach Abschluss dieser Maßnahmen möglich. Die ursprüngliche Inbetriebnahme war für Anfang des dritten Quartals 2025 vorgesehen.
Der Windpark Fehrenbötel besteht aus drei Windenergieanlagen und liegt im Landkreis Bad Segeberg nordwestlich von Wahlstedt. Er wird rund 17.000 Haushalte mit kostengünstiger und sicherer Energie versorgen und dabei jährlich rund 24.000 Tonnen CO2-Äquivalente einsparen. Die Anlagen wurden 2024 fertiggestellt und im Rahmen eines großen Familienfestes gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern feierlich eingeweiht. Nach aktuellem Stand ist der Abschluss der Arbeiten am Umspannwerk Wahlstedt für Februar angekündigt. Die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen erfolgt voraussichtlich im März dieses Jahres.
„Wir hoffen sehr, dass die Arbeiten im Umspannwerk bald abgeschlossen sind und die Anlagen in Betrieb genommen werden können. Sobald der Netzanschluss hergestellt ist, können die Windenergieanlagen sauberen Strom für die Region liefern und ihren Beitrag zur Energiewende leisten”, sagt Albert Regenbrecht, Regionalniederlassungsleiter beim Projektentwickler UKA.
Stillstandswartung sichert technische Betriebsbereitschaft
Nicht angeschlossene und stillstehende Windenergieanlagen sind aus ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht nachteilig. Sie verzögern die Energiewende, verursachen vermeidbare Kosten und führen zu einer ineffizienten Nutzung bereits errichteter Anlagen. Kosten entstehen unter anderem durch die notwendige Stillstandswartung sowie durch den Betrieb der gesetzlich vorgeschriebenen bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK). Diese sorgt dafür, dass die roten Blinklichter nur dann aktiviert werden, wenn sich ein Luftfahrzeug in der Nähe befindet.
Um Schäden an den Windenergieanlagen während des Stillstands zu vermeiden, werden diese kontinuierlich gewartet. Die sogenannte Stillstandswartung umfasst regelmäßige Kontrollen und Pflegemaßnahmen an allen mechanischen, elektrischen und sicherheitsrelevanten Komponenten. Die Rotorblätter werden dabei parallel zum Wind ausgerichtet, um Schäden zu vermeiden und aerodynamische Lasten zu minimieren. Die Anlagen drehen sich daher sehr langsam, ein Betriebszustand, der in Fachkreisen als Trudelbetrieb bezeichnet wird.
Ziel dieser Maßnahmen ist es, Korrosion, Funktionsverluste oder andere Schäden zu verhindern. Dazu gehören unter anderem Schmierarbeiten, Maßnahmen zum Feuchtigkeits- und Korrosionsschutz sowie Batteriekontrollen. Die Versorgung der relevanten Systeme, etwa für Heizung, Entfeuchtung und Hilfsantriebe, erfolgt über mobile Stromaggregate. Auf diese Weise wird die dauerhafte Betriebsbereitschaft der Anlagen sichergestellt.
UKA ist seit über 25 Jahren am Markt aktiv und als erfahrener Projektentwickler für Wind- und Photovoltaikparks tätig. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich an neuen Vorhaben, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben und die Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu stärken.
