Windpark wird dunkel veröffentlicht am

Unternehmensmeldung

UKA und Quantec machen Windparks bei Parchim dunkel

UKA und Quantec Sensors planen im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) ein Radarsystem für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung von Windenergieanlagen in der Region.

Ab Mitte 2020 soll Schluss sein mit nächtlich dauerblinkenden Windenergieanlagen im Großraum Lübz im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Das ist das Ziel des Energieparkentwicklers UKA, der aktuell gemeinsam mit den Spezialisten für Kennzeichnungs- und Radarsysteme des Unternehmens Quantec Sensors an einer Lösung für die sogenannte bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) arbeitet. Die gesetzlich verpflichtende Befeuerung soll dann nur noch leuchten, wenn dies aus Gründen der Flugsicherung wirklich notwendig ist – also wenn sich beispielsweise ein Kleinflugzeug oder ein Hubschrauber nähert. Die restliche Nacht bleiben die Windparks in der Region dann dunkel.

Das geplante BNK-System erstreckt sich auf dem Gebiet zwischen Parchim im Westen und Barkow im Osten sowie Goldberg im Norden und Marnitz im Süden. In diesem Areal sollen möglichst viele Anlagen eingebunden werden – darunter bereits realisierte Anlagen und jene, die sich noch in der Planung befinden. Nach derzeitiger Schätzung könnte das BNK-System 200 Windenergieanlagen umfassen. „Durch den Einsatz einer bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung verringern sich zum Wohle der Anwohner die Lichtemissionen erheblich“, sagt Michael Rörig. Er leitet die Planung des Windenergieprojektes Passow im Windeignungsgebiet Sehlsdorf, welches ebenfalls in das System zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung eingebunden werden soll.

Das geplante BNK-System arbeitet mittels Aktivradar. Bei einem Aktivradar werden von Antennen elektromagnetische Impulse erzeugt, die an Flugobjekten reflektiert und von Sensoren erfasst werden. Aus den empfangenen Echos wird die Flugroute des Luftfahrzeugs errechnet und im Fall einer kritischen Annäherung die Befeuerung im Windpark eingeschaltet. Für den Einsatz eines Aktivradars ist der Bau eines Radarturms notwendig. Quantec Sensors hat bereits verschiedene potentielle Standorte im Landkreis auf deren Eignung überprüft, mit dem Ziel eine möglichst große Anzahl von Bestands- und in Planung befindlichen Windenergieanlagen in das geplante Radarsystem einzubinden. Im Rahmen der Prüfung hat sich ein Standort nördlich der Stadt Lübz als geeignet erwiesen.

Die Vorhabenträger stellen den Bauantrag bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde, dem Fachdienst Bauordnung des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Vorausgesetzt, dass die Baugenehmigung Anfang 2020 erteilt wird, könnte das System noch im selben Jahr installiert werden.

Zum BNK-Angebot von UKA und Quantec